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Ulrich Simons

 

 

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Simages Hellas Leckas

Da leck mich doch ...

Nach Griechenland, ins Mutterland der Pizza, entführt uns diese Werbung, die mir heute aus der Sonntagszeitung entgegenpurzelte.

Denn lange, bevor die Italiener auf die gleiche Idee kamen, soll Prinz Telemachos (wird oft verwechselt mit der griechischen Berufsbezeichnung für einen Fernsehtechniker), der Sohn von König Odysseus, den reich belegten Teigfladen erfunden haben.
Telemach soll damit, während sein Vater nach der Belagerung Trojas auf den Meeren herumirrte, die Freier seiner Mutter Penelope im Palast auf der Insel Ithaka verköstigt haben. Weil denen die Bezeichnung "Telemachos-Pizza" zu lang war, hat sich bald die Kurzform "Tele-Pizza" eingebürgert. Das weiß natürlich heute kaum noch einer.

Nicht ganz so einfach lässt sich dagegen die Frage beantworten, um was für eine Sprache es sich bei dem freudigen Ausruf "HELLAS LECKAS" handelt. Das ganze erinnert ein bisschen an den alten Satz aus Schülertagen: "Sit aut vilate, inis et abernet."*

Denn im griechischen Alphabet gibt es gar kein "H". Es gibt zwar einen Buchstaben, der aussieht wie unser "H", aber der heißt im Altgriechischen Eta und wird wie ein Zwischending zwischen E und Ä ausgesprochen (das "richtige" E ist der Buchstabe Epsilon).
Im Neugriechischen ist aus dem Eta ein Ita geworden, ausgesprochen wie ein I. Mit einem deutschen "H" hat das griechische "H" nichts zu tun. Homograph, aber nicht homophon gewissermaßen.

Und was bedeutet der fette Slogan "Hellas Leckas" nun? Man muss ihn laut lesen, dann kommt man auch ohne Griechisch-Kenntnisse drauf: "Hellas leckas! = Griechenland - ja da leck mich am Arsch!"

In diesem Sinne: Guten Appetit!

 

*Sieht aus wie Latein, is et aber net.

 

Gefunden im März 2018 in einer Zeitungsbeilage in Aachen.

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© Ulrich Simons

 
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